Wer sind deine Leser?

Mit dem Bloggen Geld verdienen: Darauf musst du achten

Zielgruppe: Für wen ist der Blog?

Was schreibst du? Wie oft schreibst du? In welchem Stil schreibst du? Dies alles hängt von der Zielgruppe ab. Für wen schreibst du ganz genau? Die Kenntnis deiner Zielgruppe ist absolut unerlässlich, wenn du mit deinem Blog etwas erreichen möchtest. Einige wichtige Punkte sind:

Das Interessensgebiet, das Alter, das Geschlecht und die Ausbildung.

Interessensgebiete

Das erste, was du beachten musst, ist, was deine Zielgruppe wirklich interessiert. Du hast einen Blog über DVDs im allgemeinen … , aha, aber was wollen die Leser? Ist der Blog auf Personen ausgerichtet, die DVDs kaufen möchten, Menschen, die DVDs erstellen möchten, oder Personen, die DVD-Rezensionen lesen möchten? Du kannst alle drei auswählen, wenn du möchtest, und dein Blog kann sich auf all das beziehen, was mit DVD zu tun hat. Wahrscheinlich erhältst du jedoch mehr Besuche, wenn du dich auf eine Unterkategorie in deinem Hauptthema konzentrierst.

Deine Themen sind ausschlaggebend, um mit dem Bloggen Geld zu verdienen

Es ist auch eine gute Idee, zwei oder drei Themen auszuwählen, die besonders gut zusammen passen. Beispielsweise könnte sich dein Blog darauf konzentrieren, Computerersatzteile zu überprüfen und diese Teile dann billig zu kaufen. Dies ist eine perfekte Kombination, da Personen, die solche Teile kaufen, im Allgemeinen vor dem Kauf eine Rezension lesen möchten (ebenso suchen Personen, die Bewertungen suchen, in der Regel auch nach Produkten). Auf diese Weise hast du die beide Zielgruppen berücksichtigt und deinen Blog entsprechend darauf abgestimmt. Achtung: Was du aber vermeiden solltest, ist die Veröffentlichung von Themen außerhalb dieses Themas, – auch wenn diese möglicherweise quasi in eine Über-Kategorie deines Hauptthemas passen, im Kontext deines gesamten Blogs jedoch nicht nützlich sind.)

Das bedeutet nicht, dass du keine Off-Topic-Beiträge erstellen solltest, auch nicht, wenn dich jemand darum bittet. Du behandelst nur Themen, die in dein Hauptthema sinnvoll eingebunden werden können. Zum Beispiel möchtest du möglicherweise einen Beitrag über den Rückruf eines kürzlich herausgegebenen Computerteils oder über einen speziellen Computertyp einfließen lassen, (den ggf. ein Prominenter oder eine andere interessante Person verwendet). Es ist selbstverständlich gut, neue Artikel zu schreiben, die sich im weitesten Sinne auf dein Blogthema beziehen, da sie deinen Seiten frischen Wind verleihen und deinen Lesern Abwechslung garantieren.

Wie alt sind sie, deine Leser?

Es ist natürlich nie eine gute Idee, eine bestimmte Gruppe zu diskriminieren oder auszuschließen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du keine bestimmte Zielgruppe ansprechen und deinen Blog für sie optimieren solltest. Wenn in deinem Blog die Probleme der Wechseljahre behandelt werden, handelt es sich bei deiner Zielgruppe wahrscheinlich um Frauen, die zwischen 40und 55 Jahre alt sind, da sie von den Wechseljahren betroffen sind.

In Anbetracht dessen solltest du nicht gerade fiesen Jargon in deinen Texten verwenden, (wie er z.B. gerade bei Teenagern so beliebt ist). Deine Leser werden dich nicht ernst nehmen, wenn du dich wie eines ihrer Kinder oder Enkelkinder anhörst. In diesem Fall solltest du einen gesetzteren Ton beibehalten und mit einer leicht formellen und einfühlsamen Stimme schreiben. Du kannst auch nach anderen Blogs suchen, die auf deine Altersgruppe zugeschnitten sind, und sehen, wie Autoren ihren Inhalt auf eine bestimmte Gruppe ausrichten.

Die Kernzielgruppe

Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 24 Jahren sind im Allgemeinen Menschen, die in einer Zeit aufgewachsen sind, in der der Personalcomputer schon alltäglich und relativ günstig war. Sie verstehen die „Internet-Sprache“ besser und kennen sich aus mit trendy Themen, die auf Websites sozialer Netzwerke oft und schnell verbreitet werden. Erwachsene im Alter von 25 bis 40 Jahren sind in der Regel reifer (wenn auch nur geringfügig) und sind möglicherweise mit dem Internet-Slang usw. nicht ganz so vertraut. Diese Altersgruppe hat oft ein höheres Einkommen zur Verfügung, und viele Menschen in dieser Altersgruppe werden schon Familie haben. Erwachsene im Alter von 41 bis 60 Jahren haben sehr häufig Familie und werden selten durch den fancy Slang im Internet oder auf Websites, der nicht gerade familienfreundlich ist, angesprochen. Natürlich sind dies nur grobe Skizzierungen der Altersgruppen, doch sie sind wichtig. Der Nischenmarkt deines Blogs kann auch Senioren betreffen, die total hipp sind – alles ist möglich. Du kannst dich noch viel eingehender mit beispielsweise der Demografie deiner Kernzielgruppe befassen. Dabei wirst du erfahren, wie du diese Informationen zu deinem Vorteil nutzen kannst, um dauerhaft die besten Ergebnisse zu erzielen.

Ist Gender von Bedeutung?

In Bezug auf das Marketing für einen bestimmten Mark gilt hier: „manchmal“. Im Allgemeinen sind die Nuancen, die für dich bei geschlechtsspezifischen Unterschieden relevant sind, ziemlich subtil, sprich eher zu vernachlässigen. Es gibt jedoch einige Fälle, in denen es aber genau „den“ Unterschied macht. Wenn es auf deiner Website darum geht, das richtige Abschlussballkleid zu kaufen, dann besteht deine Zielgruppe offensichtlich aus Frauen (insbesondere Teenager-Mädchen). Das heißt nicht, dass Frauen die einzigen sind, die Promikleider kaufen wollen, aber von ihnen stammen die meisten deiner Klicks und Affiliate-Einkäufe, und genau das ist ja das Ziel deines Blogs: Umsatz generieren. Wenn sich dein Blog nicht auf ein geschlechtsspezifisches Produkt bezieht, kannst du allein entscheiden, ob du für ein bestimmtes Geschlecht Rücksicht nehmen möchtest oder nicht.

Manchmal ist es sinnvoll, unter Berücksichtigung eines bestimmten Geschlechts die Dinge zu vermarkten: Videospiele zum Beispiel sind klassisch eher auf Männer im Alter von 12 bis 24 Jahren ausgerichtet. Dies ist seit Jahren der Industriestandard, da laut Umfrage jener den größten Umsatz in dieser Gruppe generiert.
Doch Achtung: Davon abgesehen kannst du auch ggf. einen guten Marktanteil potenzieller Leser und Kunden verärgern / vergraulen. In den letzten Jahren hat die Videospielindustrie nämlich festgestellt, dass sie durch Werbekampagnen, die als frauenfeindlich angesehen wurden, Millionen an Umsatz verloren hat. Wenn du der Meinung bist, dass die Ausrichtung auf ein bestimmtes Geschlecht den Umsatz steigern wird, fahre fort. Andernfalls lass es lieber.
Die Faustregel ist, einen Blog zu erstellen, der beiden Geschlechtern gefallen wird.

Sind deine Leser gebildet?

Dies ist ein wichtiger Punkt, den viele Leute übersehen, wenn sie über ihre Zielgruppe nachdenken. Ein Blog ist in erster Linie ein Textangebot, das die Leute lesen sollen. Es ist daher wichtig, dass du deine Leser nicht mit Inhalten überhäufst, die sie nicht verstehen, oder anders herum – sie mit zu vereinfachten Inhalten unterforderst. Wie sieht also – der Bildungshintergrund deiner Zielgruppe ist nicht zu vernachlässigen?

Wenn es in deinem Blog um das Bauen geht, solltest du z. B. die Anforderungen des Jobs berücksichtigen: Für Einstiegspositionen und sogar für die meisten Managementpositionen benötigst du lediglich einen guten Schulabschluss. Für einige Managementpositionen benötigt man aber möglicherweise einen Uni-Abschluss in Wirtschaft, Ingenieurwissenschaften oder Architektur. An dieser Stelle also entscheiden wir, an wen unser Blog sich richten soll: Oberes Management oder Einstiegs- und allgemeine Arbeitnehmerpositionen?

Du musst einschätzen, welches Wissen deine Leser bereits haben. Wenn du etwa auf erfahrene Bauarbeiter abzielst, musst du auf Nummer sicher gehen: entweder vermeiden, über Spezialaspekte des Bauens zu sprechen, oder aber all deine Fakten sorgfältig prüfen. Du willst nämlich auf keine Fall, dass sie in deinen Texten falsche Informationen finden und und im Zweifel anschließend deinen Blog nicht mehr ernst.

Verständlich und informativ

Der andere wichtige Punkt, den du beachten solltest: die Bereitstellung von Inhalten, so aufbereitet, dass sie deine Zielgruppe auch auf Anhieb verstehen wird. Wenn es in deinem Blog um Tipps geht, .. z.B. wie man seinen Hauptschul-Abschluss erreicht, solltest du diese womöglich nicht gerade mittels schwer verständlicher Fach-Termini im Sinne eines dozierenden Hochschulprofessors präsentieren. Umgekehrt, wenn es in deinem Blog darum geht, Lehrer zu werden, solltest du deine Texte nicht übermäßig vereinfachen oder gar irgendwelche grammatikalischen Fehler übersehen. Die Leute werden deinen Blog nicht ernst nehmen, wenn sie das Gefühl haben, er sei “unter” ihrem Niveau. Andersherum werden sie deinen Blog nicht regelmäßig lesen, wenn er zu „sophisticated“ daherkommt. Er muss gut verständlich sein. Du solltest einfach das durchschnittliche Bildungsniveau und den Hintergrund deiner Zielgruppe bestimmen – und darauf basierend versuchen, auf sie bestmöglich einzugehen.

Fazit:

Rufe dir im Zweifelsfall einen bestimmten Gesprächston ins Gedächtnis und schreibe so, als würdest du gerade reden. Ja, genau so, wie du normalerweise sprichst. Aber: Stelle sicher, dass du keine grammatikalischen Fehler übersehen hast, und vermeide die Verwendung von Umgangssprache.