Weitere Werbestrategien

K.I.S.S.

Mit „KISS” ist hier nicht der bekannte Prinz-Song gemeint, sondern der Grundsatz – ursprünglich aus dem Informatikbereich stammend: „Keep It Simple and Stupid“ (Halte es einfach und leicht verständlich). Jeder soll es leicht verstehen können. Dies gilt für sämtliche Werbebotschaften, vorrangig aber für Werbemaßnahmen im schnelllebigen Internet, wo die Konkurrenz nur einen Mausklick entfernt ist. Im Online-Marketing bedeutet KISS, sowohl die Werbung und Information als auch die Websites, Shops und Kaufabwicklungen attraktiv und selbsterklärend zu gestalten. Andernfalls ist der User gleich wieder weg; die Benutzerfreundlichkeit (Usability) ist in seiner Bedeutung für das Online-Marketing gar nicht zu überschätzen. Auch die Wortwahl sollte dem KISS-Grundsatz treu bleiben, andernfalls fühlen sich die User schnell gelangweilt oder gefrustet.

M.A.Y.A.

Nicht gegenteilig, aber doch in anderer Art und Weise als KISS arbeitet M.A.Y.A. (Abkürzung für „Most Advanced Yet Acceptable“ = „das Neuartigste, das derzeit akzeptabel ist“). Abgleitet aus der Marktpsychologie macht sie sich eine der stärksten menschlichen Eigenschaften zunutze: Unsere Neugier. Die Lust auf etwas Neues begleitet unser Leben auf Schritt und Tritt, wird jedoch oft gleichzeitig von der Angst dem Unbekannten gehemmt. Genau jener Punkt, an dem die Neugier Oberhand über die Furcht gewinnt, muss ermittelt werden, indem die Gewohnheiten, Hoffnungen und Wünsche der Zielgruppe eruiert und bedient werden, damit dort angesetzt werden kann. So viel Innovation wie nötig, so wenig Abschreckungen wie möglich, lautet die Devise, d. h. hervorlocken ohne zu verängstigen. Besonders im Online-Marketing ist dieser Aspekt wichtig, wird durch die raschen technischen Neuerungen der Nutzer doch schnell verunsichert, z. B. bei einem undurchsichtigen Bestellvorgang im Internet gegenüber einem klassischen Radiospot. Gewohntes und Vertrautes muss das Neue i.d.R. unterstützen, um Interessierte nicht zu überfordern.

 

DAGMAR FORMEL

(Defining Advertising Goals for Measured Advertising Results) …

Die DAGMAR-Formel beschreibt ein Stufenmodell der Werbewirkung / des Werbeerfolgs. Sie wurde in den 60er Jahren von dem amerikanischen Werbeforscher Russell H. Colley entwickelt. Die Anfangsbuchstaben des Buchtitels DefiningAdvertisingGoalsforMeasuredAdvertisingResults (1961), das Colley im Auftrag der U.S. Association of  National Advertisers (ANA) geschrieben hatte, bilden das Modell: Werbung habe vor allem kommunikative Aufgaben zu erfüllen. (Für die wirtschaftlichen sind vorrangig andere absatzpolitische Instrumente zuständig.) Der Konsument wird mit der Marke konfrontiert, mit dem Produkt(-nutzen) vertraut gemacht und letztendlich zum Kauf animiert. Dieser Stufenhierarchie in den Bewusstseinsebenen entsprechen mehrere Aufgaben, die in der AIDA-Formel zusammengefasst sind.

Zu beachten:

 

  • Wahrnehmung des Werbemittels
  • Klare Werbebotschaft
  • Verständliche Werbebotschaft
  • Eingängige Information
  • glaubwürdige / sympathische Werbebotschaft
  • positives Image – Kaufentscheidung

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