Geschichten brauchen Helden – Storytelling

Storytelling, etwas erzählen, was berührt, interessiert, nachdenklich macht – und erst in zweiter oder dritter Linie verkauft. Storytelling ist in aller Munde. Welche Storys passen wirklich zu einem Produkt, zum Anbieter, zum Marketer?

Die These, dass Storytelling keine eigenständige Kampagne sein sollte, ist nur bedingt richtig. Konsequent eingesetzt und entsprechend den Produkteigenschaften und Anforderungen an das Publikum angepasst kann sie sich wie die Hauptschlagader durch die Werbung ziehen.

Der klassische Dreiakter als Grundlage? Storytelling als Heldengeschichte?

Ja. Eine gute Heldengeschichte funktioniert seit Tausenden von Jahren: Protagonist hat ein Problem/ Konflikt – hadert mit sich und der Welt, verreist nicht selten / erlebt Abenteuer. Muss Hürden überwinden, Neues kennenlernen, Mut und Klugheit beweisen – und wird letztendlich belohnt oder findet ein jähes Ende. Faszination, Symbolik und Spannungsbögen … Was will man mehr? Oder braucht man mehr?

Jeder braucht einen Helden, ob als Kind oder im Alltag – einer, mit dem man mitfühlen und mitfiebern kann. Das darf aber nicht die Firma sein; dann wird es schnell langweilig. Der Anbieter darf nur helfend zur Seite stehen. Das Umfeld des Helden ist … wie? Wie sieht die Zielgruppe aus? Was beschäftigt sie? Wo fühlt sie sich wohl / zu Hause? Zeit, Ort und Atmosphäre sind ausschlaggebend.-

Emotional muss es sein: Geht es um Gerechtigkeit? Liebe? Rache? Abenteuer?

Macht? Leben und Tod?

  • Der Held benötigt etwas, wofür es sich lohnt, all die Strapazen auf sich zu nehmen, womöglich sein Leben zu riskieren.
  • Was nun kann das Produkt / das Unternehmen gewährleisten, dass dem Helden auf seiner gefährlichen Reise hilft?

– Szenerie … es muss um was gehen. Dramatik – Albtraum-Szenario, große Versprechen,

– echte Heldengeschichten – haltet den Leser bei der Stange, bleibt plausibel und überrascht … fantasievoll. Das Team sind die Absender … die sind dabei, wenn es beim Helden nicht weitergeht. Testimonials können hilfreich sein. Als Kompetenzbeweis. Als Hintergrundrauschen, als überzeugendes Element. Auch etwas Zauberei kann helfen: Das Produkt kann etwas Besonderes? Es gibt magische Wochen / Angebote?

Fazit: Das Produkt muss zur Story passen. Der Rest ist dann Fleiß, Leidenschaft und Marketing, nicht selten etwas Glück.

Warum Storytelling?

Machen wir es wie die Filmleute: wir nutzen „Cliffhanger“, bei jedem Post, jeder Mail oder jedem Blogbeitrag teasern wir schon ein neues spannendes Thema an. Und wie das funktioniert ….

verrate ich auf der nächsten Seite …

 

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Na, bemerkt?

Man liest gleich weiter … will es jetzt wissen. Der Cliffhanger funktioniert.

Ob Website-Texte, Blogbeiträge oder Postings

Wer stumpf wirbt oder öde Fakten aneinander reiht, findet nur selten den richtigen Ton für seinen Gegenüber.

Gestalte es unterhaltsam

Es muss spannend sein – und unterhaltsam – und am besten noch informativ. Esmuss … eine Geschichte sein, eine Story. Menschen lieben Geschichten, schon immer und von klein auf, aber: Sie muss gut erzählt sein. So, dass man auch zuhört, dranbleibt, gespannt auf den Fortgang ist und bestenfalls aktiv wird, um zu erfahren, wie es weitergeht. Sie muss fesseln. Die Geschichte muss überraschen, ergreifend sein, emotional berührend, auf jeden Fall darf sie eines nicht sein – langweilig. Storytelling ist mehr als bloßes Nacherzählen; es muss mitreißen – zumindest die Zielgruppe.