Was genau ist eigentlich Home Office?

Home Office bedeutet nicht einfach, zu Hause zu arbeiten; es ist weitaus mehr. Es gilt einiges zu beachten, wenn man sein Büro plötzlich zu Hause hat: Gerade als Angestellter müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Und Dinge wie Erreichbarkeit, Datenschutz aber auch Sicherheit berücksichtigt werden. Von zu Hause zu arbeiten meint nicht einfach, die gleiche Arbeit wie sonst zu tun. Arbeitszeiten, Pausen, Bestimmungen und technische Details müssen geklärt sein.

Also: Wie mache ich das beste aus dem Home Office?

  1. Als erstes: Schaffe dir eine angenehme, möglichst ungestörte Atmosphäre. Was weichgespült und altbekannt klingt, ist aber wichtig: Wer sich nicht konzentrieren kann, wird nicht sonderlich produktiv sein und/ oder viele Fehler machen. Also, bitte einen Schritt zurücktreten und überlegen, wo kann ich am besten arbeiten? Wo habe ich alles rasch zur Hand, hält meine Rücken es am längsten aus vor dem Bildschirm und vor allem, gerade bei Familien, wo hab eich die Kinder im Blick oder eben gerade nicht? Wichtige Dinge, Telefonkonferenzen, Online-Meetings etc. sollten unbedingt ungestört vonstatten gehen, wenn irgend möglich. Außerdem sollten sie – aber das sollten Meetings immer – möglichst rasch über die Bühne gehen, desto mehr Zeit bliebt für konzentriertes Arbeiten am Schreibtisch. Bie vielen Teilnehmer bekommt jeder eine begrenzte Redezeit.
  2. Du musst nicht 24 h arbeiten. Nicht im Büro und nicht zu Hause … Halte dich an Absprachen oder fordere sie ein: Zu vereinbarten/ üblichen Zeiten sollten alle möglichst erreichbar sein, alles andere ist nur in Ausnahmen möglich/ nötig. Halte dich daran. Es ist so schon schwer genug, alles unter einen Hut zu bekommen, Nudeln vom Laptop zu kratzen, Kinderstreit zu schlichten und dabei auch noch tolle neue Ideen umzusetzen. Fahre auf Notstrom, wenn nötig. Du musst nicht ausgerechnet jetzt die Welt neu erfinden. Das Wichtigste zuerst und beherzige die Pareto-Regel mehr denn je: 80 / 20.
  3. Die 80-20-Regel:
    • 20 Prozent des Gesamtaufwandes bewirken 80 Prozent des Ergebnisses.
    • Die fehlenden 20 Prozent erfordern quantitativ die meiste Arbeit.
      Merke: Nicht alle Aufgaben benötigen 100-prozentigen Einsatz.
  4. Abends hast du verdammt noch einmal Feierabend. Du musst dich und deine Kräfte schonen und einteilen. Das ist einw gute und nötige Investition. Erholung ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für eine dauerhafte Möglichkeit, Leistung zu erbringen – ob Care Arbeit oder im bezahlten Job.
  5. Eine gute Dokumentation (Nachweise, Stundenzettel) ist Gold wert: Du hilfst somit die im Home Office geleisteten Arbeiten nachzuvollziehen, auf der sicheren Seite: Für dich und deinen Chef.


Technik ist unser Freund … gerade im Home Office

Ich weiß, viele stehen auf Kriegsfuß mit der Technik, ich selber nehme ich mich da gar nicht auf. Doch mehr und mehr lerne ich die Vielzahl an hilfreichen und anwenderfreundlichen Tools wirklich zu schätzen. Macht euch schlau, nehmt Tipps an, lest und probiert aus, so tricky ist da smeiste gar nicht … Dank der Digitalisierung hast du die Auswahl: virtuell zusammensetzen und austauschen ist bequem möglich, vorausgesetzt, du hast eine recht stabile Internetverbindung. Nutzen auch Gruppen Online-Dokumente, Telefonkonferenzen, Whats app Video-Chats oder tolle Programme, bei denen du auch deinen Bildschirm zeigen / sehen kannst — wie Zoom, Vectera oder Bigmarker. (Achtung nur bei sensiblen Daten …)

Der Übergang ist er einmal komisch: Von jetzt auf gleich allein im kleinen Kämmerlein

Doch du hast keine nervigen Kollegen, denen du ggf. aus dem Weg gehen musst, wenn du nicht quatschen willst, kommst zu was, kannst dir vieles selbst einteilen. Da sind wir Selbstständigen, schon oft lange Home Office erprobt, klar im Vorteil, wir kennen die Vor- und Nachteile. (WEnn du zu abgelenkt bist oder Sorgen hast, Ängste, dann wende dich an die Hilfetelefone – nette und kompetente Menschen hören dir zu und helfen dir, auch in diesen besonderen Zeiten deine Ängste in den Griff zu kriegen und z.T. konkrete Lösungen zu finden.

– Du bist nicht allein: Wenn du dich einsam fühlst, denk daran: die anderen sind noch da, .. stell dir einfach mal die Kollegen, Kunden, Chefs in Pantoffeln am heimischen Couchtisch oder besser nich im Kinderzimmer vor der Feuerwehrtapete und du wirst gleich fröhlicher sein. Hol dir deine Mitstreiter,  Mutmacher und Kollegen nach Hause – via Bildschirm.
Teamplayer: Diese Tipps helfen bei der Zusammenarbeit: Sei geduldig – auch die anderen haben es nicht leicht und müssen sich an die Umstellungen erst gewöhnen. Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Zusammen ist das alles leichter und: Man kann den Kollegen bequem danach wieder abschalten 😉

Deine eigen Motivation/ Organisation nicht vergessen: Wie für die Kinder gilt – Strukturen nutzen, (Frei)Räume schaffen!
Nicht verbissen allzu viel auf einmal schaffen wollen, sondern stück für Stück voran gehen und kleine Ziele und Etappen setzen.

Wenn möglich im Home Office:

  • Feste Zeiten
  • Ungestört bei Telkos / Meetings
  • Technik & Tools
  • Selbstorganisation: Rituale, Kleidung, (Tages-)Ziele, Pausen, Schönes/ Eyecatcher in Sichtweite

Und: Auch im Homeoffice muss auf die Bedingungen des Arbeitsschutzes Rücksicht genommen werden: Die Arbeit darf der Gesundheit nicht abträglich sein – auch beim Bildschirmarbeitsplatz. (Z.B. Der Monitor nicht zu klein, etc.). Zudem muss der Datenschutz gewährleistet sein (Betriebsgeheimnisse, personenbezogene Daten …) Ihr Homeoffice muss dann abschließbar sein.)

Fazit. Ich wünsche dir und uns allen viel Erfolg, Ruhe, Freude und neue Erfahrungen beim Thema Home Office – arbeiten zu Hause.
Eure Barbara

Bei Fragen und Wünschen helfe und unterstütze ich euch gern mit meinem Wissen und meiner Erfahrung. Klick hier!

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