Marketing im Social Media-Bereich

PR ist ein beliebtes Mittel, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Im Internet wird die Grenze zwischen PR und anderen Kommunikationsarten zunehmend fließend. Online-PR und Social Media-Marketing werden häufig in einem Zug genannt, obwohl die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit grundsätzlich andere Funktionen hat als das Marketing. Offene Presseportale, spezielle Blogs und Wissensdatenbanken bieten viele Möglichkeiten, im Internet präsent zu sein.

Was du brauchst

Inhaltlich gut recherchierte Artikel, fachlich versierte Beiträge werden von Lesern oft langfristig honoriert: Sie kommen wieder, teilen und kommentieren die Artikel und bringen so Traffic, fungieren mitunter als „Verteiler“. In solch einem Umfeld Werbung zu schalten, kann je nach Themenbereich und Aufmachung Erfolg bringen.
Absender müssen gut erkennbar bleiben. Und Vorsicht vor so genannten Trollen. Diese stiften Unruhe – durch unqualifizierte Kommentare etc. Der Umgang mit solchen Dingen, ähnlich bei einem „Shit Storm“ – da müssen auch Maßnahmen im Marketingplan integriert sein, um im Falle eines Falles adäquat reagieren zu können.

Kundenforen oder Unternehmensblogs können einen echten Mehrwert darstellen, wenn sie denn gepflegt werden.

Den professionellen Umgang mit unerwünschten Kommentaren sollten Mitarbeiter in Schulungen lernen. Der Marketingmix macht auch vor der Online-Welt nicht Halt.

Social Media als Chance

Social Media-Marketing wird gern und viel betrieben, allerdings oft chaotisch und ohne die nötige Planung und Kontrolle.

Das Nutzen “sozialer Netzwerke” kann das Werbebudget insofern entlasten, dass einfach andere, neue Kanäle das transportieren, was ein Unternehmen früher über Print und klassische Werbemedien kommunizieren wollte.

Dabei ist zu beachten, dass mindestens sieben relevante werbefreie Beiträge / Post kommen sollten, bevor die Firma einen Werbepost veröffentlicht. Sonst ist der User / Fan / Leser schneller wieder weg, als es ökonomisch vertretbar ist, auch wenn sich die Kosten im Social Media Bereich eher im niedrigeren Bereich halten. Je nach Kampagne kann dort natürlich auch locker ein Millionen-Budget verplant werden, meist aber handelt es sich um überschaubare Beträge, die gemäß dem User- und dem Konkurrenzverhalten angepasst, aufgestockt, umverteilt und neu bewertet werden. Vorteil ist, dass auch Einzelunternehmen schon mit Mini-Budget hier starten können; die konkrete Auswahl der Zielgruppen ist – etwa auf Facebook – ein Riesenvorteil. Der Streuverlust wird unglaublich minimiert.

Der Dialog steht im Social Media im Mittelpunkt, leider missverstehen viele Werbetreibende dies immer noch als Werbeplattform, doch erst durch das Miteinander, den Austausch gewinnt das Medium. Befürworter und Kritiker, Pro und Contras, nicht zuletzt der mega-schnelle Austausch macht den Reiz aus und lässt täglich Mio. User in den entsprechenden Foren miteinander kommunizieren. Bekanntheit, Fans, Sharen … Empfehlungsmarketing par Excellence, richtig genutzt.

Eine recht gute Akzeptanz der Posts, die genaue Ansprache der Zielgruppe, das Erreichen von Influencern sprechen für das Investieren in diesem Bereich. Der Vorteil ist aber auch ein Nachteil: Die Öffentlichkeit liest (alles) mit.

Setze Trends

Trendsetter, „Early Adopters“, Menschen, die früh Trends verbreiten oder sogar begründen, sind zu Recht beliebte Werbeträger. Ihre Meinung wird über Sharing und weitere Aktionen multipliziert. Eine echt viral-geglückte Kampagne spart eine Menge Werbegelder, da sich die Nachricht quasi von selbst verbreitet.
Ziele im Social Media sind die gleichen wie in jeder Werbestrategie: Sie können über gesponserte Posts oder aber Social Media „Arbeit“ bzw. einen Mix der beiden Elemente erreicht werden.

Verschiedene Plattformen erreichen vorrangig verschiedene Personen bzw. die gleichen Personen, aber in unterschiedlichen Rollen: als Unternehmer, Privatperson, Elternteil etc.

Wenn ein Account brach liegt, macht er keinen Sinn. Nur wer sein Firmenprofil aktuell hält und zeitnah auf die Fragen, Wünsche und Antworten der User eingeht, hat eine Chance, dies als Mehrwert-Pool verstanden zu wissen. Vorteil: Das Unternehmen erfährt sofort und „hautnah“, was ihre (potentiellen) Kunden bewegt.

Such dir die Kanäle aus, die zu deiner Zielgruppe passen

… und zu dir! Wenn du keinerlei Freude hast, wird es – wie bei jeder Diät, jedem Sportprogramm, etc. – dran zu bleiben. Aber: Social Media lebt von Aktualität, d.h. du musst regelmäßig posten. Oder gar nicht.

Mein Tipp:
– Lager es aus, wenn es dir keinen Spaß macht,
– plane vor – mit einem Tool; wer z.B. in Hootsuite die Posts für die nächsten Woche und Monate schon fertig hat, hat den Kopf frei für anderes ,..
– hol dir eine Liste mit Anregungen für Post(themen) – gern schicke ich dir kostenfrei etwas dazu zu … Schreib mir einfach.
– nutze deine Kraft und zeit lieber für andere Marketing-Aktivitäten, wenn du damit überhaupt nicht warm wirst.

In diesem Sinne, viel Erfolg!
Deine Barbara

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