Tipps zum Texten deiner Informationen.

Gute Texte tun vor allem eins: Sie sprechen an! Und zwar diejenigen, für die sie bestimmt sind.

Was du beim Wording, Satzbau und Textaufbau beachten solltest …

Aktuelle Texte – etwa für deinen Flyer, deine Werbung oder deine Website – sollten stets ausdrücken, was DU (und nicht dein Konkurrent, Werbeberater oder sonst wer) ausdrücken möchtest.

WAS willst du deinem Leser sagen und mit auf den Weg geben? Du bist der Regisseur deines eigenen Auftritts, auch und gerade textlich. Da ist es gut und hilfreich, einige Tricks zu kennen, die gute Texte noch besser machen und aus langweiligen Aufzählungen attraktive Produkt-, Informations- oder Blogtexte. Ich erkläre dir, wie es geht!

Das System ist einfach, man muss es nur kennen und anwenden – oder wie Marc Twain gesagt hat:

“Schreiben ist einfach. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.”

Im Folgenden verrate ich dir ein paar, die deinen Text im Handumdrehen aufwerten.

*Noch mehr Infos zum Nachlesen hier!

  1. Benutze nicht zu viele Nomen

Wenn ein Satz nur so von Hauptwörtern wimmelt, macht es ihn umständlich und schwer lesbar. Schaue dir stes genau an, wieviele -keits, -ungs und so weiter du wirklich in deinem Text brauchst. Die Lebendigkeit im Text wird eher durch Verben und Adjektive erreicht. Versuche eine Geschichte zu erzählen, keine Gebrauchsanweisung zu schreiben, wenn möglich (außer du schreibst eine Gebrauchsanweisung, die korrekt und dennoch leicht verständlich sein sollte) 😉

Schaue dir genau an, auch gern mit Hilfe der Suchfunktion in deinem Schreibprogramm, ob und wo ggf. zu viele Nomen verwendet werden, wo sie gehäuft auftreten und wie du sie mit Hilfe eines Synonymwörterbuches oder noch besser durch eigene Ideen ersetzen kannst. Einfache Umschreibungen sind hölzernen Hauptwörtern in der Regel vorzuziehen. Passende Adjektive machen deine beschreibungen anschaulich und bunt. Aber bitte auch hier nicht zu gehäuft, sonst bekommt dein Text schnell einen übertriebenen Charakter.

Sei auch unbedingt mit Superlative: Beste, Schnellste, Tollste! sparsam. Nutze es maximal einmal, wenn es wirklich passt. Leser regaieren inzwischen recht allergisch oder gelangweilt auf die immer gleichen Aufzählungen, die alles versprechen, ohne einen echten Proof (Beweis) zu liefern. Das sage ich selten im Marketing, aber: Ein wenig Understatement ist hier manchmal durchaus von Vorteil.

2. Jeder Einzelne deiner Zielgruppe muss den Text verstehen.

Deine Sätze sollten weder umgangssprachlich (das würde schnell unprofessionell wirken, außer es ist wirklich gewollt, dann muss es dafür aber gute Gründe geben) getextet noch zu fachspezifisch formuliert sein. Nutze den Jedermann-Test, indem du deinen Text einigen verschiedenen Unbeteiligten Leuten zeigst und schaust, ob sie ihn verstehen, wo es Fragen gibt, ob sie ihn zu Ende lesen würden …

*Lies hier weitere Ideen nach

  • Falls nicht, haben sie evtl. Ideen, das zu ändern?
  • Was kann man konkret verbessern?
  • Welche Formulierung kann man besser einsetzen?
  • Was wird der Aussage und den Lesegewohnheiten, dem Verständnis gerecht?

3. Mache keine halben Sachen, was genau soll gesagt werden?

Nicht um den heißen Brei herumreden und tausend Floskeln benutzen, unter denen sich doch keiner konkret etwas vorstellen – oder noch schlimmer – alles Mögliche – vorstellen kann. Sage, was du meinst. Am besten Schritt für Schritt und durchaus originell. Um nicht zu abgehoben zu werden oder sich in seiner Originalität zu verrenen, mache gern immer wieder den Zielgruppen-Test: Wenn deine Zielgruppe deine Ideen, Witze und Anspielungen versteht, dann ist es ok, ansonsten schalte einen Gang zurück und opfere eine scheinbar super originelle/ kreative Idee leiber einmal mehr zugunsten der Verständlichkeit.

Keien Ausreden. Lasse die Hosen runter. Zähle zum Beispiel die Vorteile deines Angebotes ganz konkret auf, ohne Rumgeiere: Butter bei de Fische …

  1. Was hat der Kunde davon?
  2. Was, wann und warum?
  3. Wenn du diese wichtigen Fakten möglichst bald im Text und am besten unten – zum Call to action – noch einmal wiederholst, hast du gute Chancen, dass der Kunde das tut, was du erwartest: Zu Ende liest, alles verstanden hat, im besten Fall agiert: Klick, Call, Newslettereintrag.

4. Der Aufbau ist alles

Noch ein Hinweis. Sei vorsichtig mit “Kauf jetzt” Texten, damit gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, geht oft nach hinten los, du solltest lieber Vertrauen aufbauen, dir einen Namen bei dem Interessenten machen und dich dann behutsam herantasten. Anders verspielst du leicht das schwer aufgebaute Vertrauen, die mühsam erreichte Aufmerksamkeit. Und auch beim Texten gilt: Weniger ist mehr.

Fasse dich kurz, wann immer es geht.

Schreibe deinen Text in gut überschaubaren Blöcken auf, sieh in mit Abstand an, Formatierung ist die halbe Miete. Ein paar Säze, nicht zu lang, dann ein Absatz oder Umbruch. Überfordere deine Leser nicht und habe immer im Hinterkopf: Sie könnten im nächsten Moment schon wieder fort sein. Zügele dich und deine Informationswut und verteile anfangs nur Info-Häppchen, die wichtigsten zuerst. Halte nicht hinterm Berg, mit dem, was du hast. Dann kannst du – immer nach und nach – weitere Inhalte hinterherschieben. So kann alles Geschriebene / Gesagte gut zur Geltung kommen und verwirrst deine (potentiellen) Kunden nicht.

Extra-Tipp: Schreibe immer im aktiv:

Verzichte meist auf Sätze wie: “Alle Kunden werden engagiert betreut.” Bevorzuge lieber: Wir betreuen Sie als Kunden engagiert.” Die Ansprache und damit Vorstellung im Kopf ist gleich eine ganz andere. Auch möchte in der Regel jeder als Individuum angesehen und behandelt und nicht einer von vielen werden /sein.

*Alles Tipps und mehr im Marketing-Fachbuch “Grundlagen des Digitalen Marketing”

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