Wer hätte gedacht, dass es einmal so weit kommen würde?!

Wenn mir das vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, hätte ich vermutlich nur müde gelächelt. Oder innerlich den Kopf geschüttelt. Denn damals war allein der Gedanke daran, vor einer Kamera zu sprechen, für mich mit echter Anspannung verbunden. Nicht dieses leichte Unbehagen, das man kurz spürt und dann übergeht – sondern richtige Nervosität. Herzklopfen. Schweißnasse Hände. Der Wunsch, sich am liebsten hinter dem Bildschirm zu verstecken.

Text war mein sicherer Hafen. Mein Rückzugsort. Mein Wohlfühlmedium. Schreiben konnte ich. Schreiben liebte ich. Ich konnte Gedanken sortieren, Sätze drehen und wenden, Formulierungen so lange anpassen, bis sie sich richtig anfühlten. Wenn ein Wort nicht passte, wurde es ersetzt. Wenn ein Absatz holperte, wurde er umgebaut. Texte gaben mir Kontrolle.
Ein Video hingegen? Das fühlte sich an wie Kontrollverlust. Einmal auf „Aufnehmen“ gedrückt, war ich sichtbar. Mit allem, was dazugehört. Mimik, Gestik, Stimme, Pausen. Und all den kleinen Dingen, die man selbst viel kritischer wahrnimmt als jeder andere. Ein Video aufzunehmen war für mich eine riesige Herausforderung. Und Live-Videos? Die waren damals völlig außerhalb meiner Vorstellungskraft. Absolutes Neuland. Oder besser gesagt: eine klare Grenze.

Ein großer Teil davon hing mit meinem eigenen Anspruch zusammen. Ich wollte es richtig machen. Gut machen. Am liebsten perfekt. Und Perfektion ließ sich für mich im Text viel leichter erreichen als im Video. Ein Text kann poliert werden. Ein Video zeigt, wie ich wirklich bin – auch in Momenten, in denen ich mich selbst nicht ideal finde.

Unperfekt eben. Was ich damals noch nicht verstanden habe: Genau das ist der Punkt.

Perfektion in Imperfektion

Denn das Kuriose – und im Rückblick fast schon Ironische – ist, dass genau diese unperfekten Videos die sind, die Menschen am liebsten anschauen. Nicht die hochglanzpolierten Clips, nicht die bis ins letzte Detail geplanten Inszenierungen. Sondern die Inhalte, in denen echte Menschen zu sehen sind. Mit echten Gedanken. Und manchmal auch mit kleinen Unsicherheiten.

Social-Media-Content ist keine Hollywood-Produktion

Und er sollte es auch gar nicht sein. Weder bei Texten noch bei Videos. Trotzdem orientieren sich viele noch immer an einem Ideal, das mit der Realität der meisten Menschen wenig zu tun hat. Perfekte Ausleuchtung. Perfekte Sätze. Perfektes Auftreten. Perfekte Schnitte. Mein Eindruck ist: Viele sind davon müde geworden. Ich auch. Und vielleicht du ebenfalls. Wir scrollen täglich durch endlose Feeds. Sehen perfekte Körper, perfekte Karrieren, perfekte Aussagen. Und gleichzeitig spüren wir, dass das nicht das echte Leben ist. Es ist eine Oberfläche. Glatt geschliffen. Oft austauschbar. Und genau deshalb verliert solcher Content an Wirkung. Was wir stattdessen suchen, sind Menschen. Echte Menschen. Menschen, die sich zeigen, wie sie sind. Ohne Maske. Ohne übertriebene Inszenierung. Mit Ecken und Kanten. Mit eigenen Meinungen. Mit einer Stimme, die nicht klingt wie hundert andere.

Authentisch. Echt. Pur.

Kantig. Nicht perfekt. Das sind die Inhalte, mit denen wir uns identifizieren können. Weil sie uns das Gefühl geben, nicht allein zu sein. Weil sie Nähe schaffen. Vertrauen. Verbindung. Und genau das ist es, was Content heute leisten sollte – egal ob in Textform oder als Video. Für mich persönlich hat diese Erkenntnis vieles verändert. Sie hat dazu geführt, dass ich meine eigene Haltung zu Video-Content komplett neu bewertet habe. Was früher mit Druck und Angst verbunden war, fühlt sich heute deutlich leichter an. Ich habe aufgehört, nach Perfektion zu streben. Stattdessen erlaube ich mir, einfach ich selbst zu sein. Und plötzlich hat sich etwas gedreht. Ich merke, dass ich inzwischen sogar Vorfreude entwickle, wenn neue Videos anstehen. Neugier. Lust, etwas auszuprobieren. Lust, Gedanken laut auszusprechen, statt sie nur aufzuschreiben. Ich sehe Video-Content nicht mehr als Bedrohung, sondern als zusätzliche Möglichkeit, mich auszudrücken. Nicht nur als Konsument, sondern auch als Creator.

Dabei geht es mir nicht darum, alles über Bord zu werfen, was ich am Schreiben liebe. Texte bleiben wichtig. Sie haben ihre eigene Stärke, ihre eigene Tiefe. Aber Videos ergänzen das Ganze auf eine Weise, die ich früher unterschätzt habe. Sie machen mich greifbarer. Menschlicher. Und genau das kommt an. Besonders spannend finde ich in diesem Zusammenhang die aktuelle Entwicklung rund um KI. Viele sehen darin vor allem eine Gefahr. Austauschbarkeit. Beliebigkeit. Noch mehr Content, der sich gleich anhört und gleich anfühlt. Diese Sorge ist nicht unbegründet. Aber sie ist nur die halbe Wahrheit. Denn gerade durch KI wird deutlich, was wirklich zählt. Wenn Maschinen Texte schreiben, Bilder generieren und Videos schneiden können, dann wird das Menschliche zum entscheidenden Faktor. Persönlichkeit. Haltung. Erfahrung. Sichtweise. All das kann nicht ersetzt werden.

Die Entwicklung hin zu authentischem Content ist deshalb deine und meine große Chance.

Egal, ob wir lieber schreiben oder sprechen. Egal, ob wir uns vor der Kamera wohlfühlen oder noch zögern. Gerade jetzt lohnt es sich, sich zu zeigen. Nicht perfekt. Sondern ehrlicher.

Content befindet sich im Wandel

Und dieser Wandel passiert nicht irgendwo im Hintergrund – er ist längst da. Er zeigt sich in den Formaten, die funktionieren. In den Accounts, denen wir gerne folgen. In den Stimmen, denen wir zuhören. Ich bin heute überzeugt: Dieser Wandel ist nicht schlecht. Im Gegenteil. Er bringt viele Vorteile mit sich. Er senkt die Hürde, sichtbar zu werden. Er erlaubt mehr Vielfalt. Mehr Individualität. Mehr echte Geschichten. Wir müssen sie nur nutzen. Das bedeutet nicht, dass Qualität unwichtig geworden ist. Aber Qualität definiert sich neu. Sie liegt weniger in der Perfektion der Oberfläche, sondern mehr in der Klarheit der Botschaft. In der Echtheit der Person dahinter. In dem Mut, sich nicht zu verstecken.

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, alte Ansprüche loszulassen. Den Anspruch, immer makellos zu sein. Immer alles im Griff zu haben. Stattdessen einfach anzufangen. Zu sprechen. Zu schreiben. Zu teilen. Wer hätte gedacht, dass es einmal dazu kommen würde. Ich jedenfalls nicht. Und genau deshalb fühlt es sich richtig an.

Diese neue Offenheit hat noch einen weiteren Effekt, den viele erst auf den zweiten Blick erkennen. Wenn wir anfangen, uns authentischer zu zeigen, verändert sich nicht nur die Art, wie Menschen unseren Content wahrnehmen – es verändert auch, welchen Wert unser Wissen plötzlich bekommt. Denn echtes Wissen, ehrlich geteilt, wird sichtbar.

Sichtbarkeit ist oft der erste Schritt, damit daraus mehr entstehen kann

Denn die Frage ist irgendwann nicht mehr nur: Was poste ich?
Sondern: Was weiß ich eigentlich – und wem kann das helfen?

Viele unterschätzen ihr eigenes Wissen. Weil es für sie selbstverständlich ist. Weil sie „das schon immer so machen“. Doch genau darin liegt oft ein riesiges Potenzial. Menschen suchen keine perfekten Expert:innen. Sie suchen jemanden, der ein paar Schritte weiter ist als sie selbst und bereit ist, diesen Weg zu erklären. Und genau hier wird der Gedanke spannend, das eigene Wissen nicht nur zu teilen, sondern auch sinnvoll zu bündeln. Nicht jeder Post, nicht jedes Video muss kostenlos sein. Nicht jede Erfahrung muss einfach im Feed verschwinden. Manche Inhalte verdienen einen Rahmen. Eine Struktur. Einen Ort, an dem sie gesammelt, vertieft und nachhaltig nutzbar sind. Zum Beispiel in einem eigenen Onlinekurs.

Das Schöne daran: Ein Onlinekurs muss heute keine riesige Produktion mehr sein.

Keine Studioaufnahmen. Keine tagelangen Drehs. Keine technische Perfektion. Gerade in einer Zeit, in der authentischer Content gefragt ist, dürfen auch Lernformate nahbar sein. Verständlich. Klar. Menschlich. Wenn du bereits Inhalte teilst – sei es in Texten, Videos oder Gesprächen – dann hast du die Basis oft schon längst geschaffen. Ein Onlinekurs ist im Grunde nichts anderes als eine strukturierte Weitergabe dessen, was du ohnehin weißt. Der Unterschied: Du machst es gezielt. Mit einem klaren Ziel. Und für Menschen, die bereit sind, dafür zu investieren.

So wird aus Content ein Produkt

Und aus Wissen eine echte Einnahmequelle. Viele glauben, sie müssten erst „groß“ sein, um einen Onlinekurs zu erstellen. Mehr Reichweite haben. Mehr Erfahrung. Mehr Selbstvertrauen. Doch in der Praxis zeigt sich oft das Gegenteil: Gerade kleinere Accounts mit klarer Positionierung und ehrlichem Auftreten bauen besonders starke Verbindungen auf. Und Vertrauen ist die wichtigste Grundlage, wenn Menschen bereit sind, Geld auszugeben.

Ein zusätzlicher Vorteil: Ein Onlinekurs arbeitet für dich, auch wenn du gerade nicht online bist. Während du schläfst, arbeitest oder dir bewusst Pausen nimmst. Das macht ihn zu einer der entspanntesten Möglichkeiten, ein zusätzliches Einkommen aufzubauen – ohne ständig neue Inhalte produzieren zu müssen. Und vielleicht ist genau das der nächste logische Schritt in dieser Entwicklung. Vom Teilen zum Strukturieren. Vom kostenlosen Mehrwert hin zu einem Angebot, das deinen Wert widerspiegelt. Nicht laut. Nicht aufdringlich. Sondern stimmig.

  • Dein Wissen ist da.
  • Deine Erfahrung auch.
  • Die Frage ist nur, ob du sie weiterhin nur verschenkst – oder ob du anfängst, sie bewusst zu nutzen.

Denn am Ende geht es nicht darum, sich zu verbiegen oder plötzlich etwas „verkaufen zu müssen“. Es geht darum, das, was du ohnehin kannst, in eine Form zu bringen, die dir Freiheit schenkt. Zeitlich. Finanziell. Und kreativ. Vielleicht ist es also nicht nur die Entwicklung hin zu authentischem Content, die gerade so viel möglich macht.
Sondern auch die Chance, aus genau dieser Authentizität etwas Eigenes aufzubauen.

Etwas, das bleibt. Gern berate ich dich dazu!