Gründerzentrum, Coworking, Shared Office – wo arbeiten Gründer am besten?

Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten, wie und wo du dein Office einrichtest. Wir zeigen dir hier drei beliebte Formen des (Zusammen)Arbeitens und Networkings; drei Optionen für einen perfekten Arbeitsplatz für Gründer.

Gründerzentrum – was ist das?

In Deutschland gibt es inzwischen circa 300 Gründerzentren. Diese Institutionen sollen junge Unternehmen wie Deines unterstützen. Sie haben die Funktion, den Auftrag von den regionalen Wirtschaftsförderungen, Neugründern unter die Arme zu greifen. https://www.innovationszentren.de/

Erschwingliche Mieten und gute Network-Voraussetzungen

Die meist öffentlichen Gründerzentren haben verschiedene Schwerpunkte. So findest Du neben technologieorientierten Gründerzentren auch solche mit einem sozial- oder kreativwirtschaftlichen Hintergrund. Und: Es gibt zunehmend private Gründerzentren zu verzeichnen. Sie bieten in der Regel Hilfe in Form von Beratung, ausgestatteten Räumen zu erschwinglichen Mieten und einer guten technischen Infrastruktur. Und das kann am Anfang schon ganz schön viel bedeuten. Finanziert werden sie zumeist aus Steuermitteln.

 

Die Vorteile der Gründerzentren
– Gründerzentren bieten gegen relativ niedrige Mieten für Gewerberäume (50-75 % Mietpreisnachlass) oft voll ausgestattete Räume zur Nutzung an. Ob Internet- und Telefonanschlüsse, Teeküche oder Konferenzraum mit Beamer und co. – bis hin zu voll ausgestatteten Laboren. Außer deinem Rechner musst du nicht viel mitbringen, mitunter nicht einmal diesen.

– Du kannst viele angenehme Zusatzangebote nutzen, so einen Telefonservice, Drucker und vielfältige Beratungsleistungen für Gründer.

  • Mietdauer: Du bist nicht sehr flexibel, sondern relativ festgelegt dort mit einem Mietvertrag (für viele Starter ungeeignet), kannst aber auch – Sicherheit für Dein Business – für 5 Jahre von den niedrigen Mieten profitieren. (Aber: Was machst du, wenn dein Business sehr gut anläuft und du kurzfristig mehr Raum brauchst? Oder eben eher aus dem Mietvertrag aussteigen musst, weil es nicht so gut läuft?)
  • In allen größeren Städten Deutschlands findest du Gründerzentren; zum Teil direkt mit dem Schwerpunkt, das auch dein eigenes Business hat.

Spezielles Coaching zu Themen wie Finanzierung, Weiterbildung oder anderes kann günstig hinzugebucht werden.

  • Ein gutes Klima: Hier wird Networking einfach gemacht. Gründerzentren sind als Starthilfe gedacht, das heißt, du wirst dort in der Regel auf offene Ohren und Augen treffen.
  • Zu beachten: Manche Gründerzentren sind sehr beliebt und damit schnell ausgebucht.

 

Coworking – unabhängig bleiben – aber nicht allein

Du hast keine Ahnung wie und wo Du dein eigenes Büro einrichten sollst? Zudem keine Lust, lange nach einem solchen zu suchen, und Dein Budget ist begrenzt? Außerdem weißt du noch gar nicht, wie lange du bleiben willst? Wenn du zeitlich flexibel sein möchtest, scheint Coworking eine gute Alternative für Dich zu sein.

Coworking hat viele Vorteile

Viele gestandene Freiberufler nutzen diese neue Form der (Zusammen)arbeit.  Aber auch Start-ups teilen sich zunehmend, gerade in Berlin, Hamburg und München, Räumlichkeiten, Ausstattung und zum Teil sogar Arbeitskräfte. In der  Regel arbeiten mehrere Firmen oder Freiberufler in großen, offenen Räumen, teilen sich Teeküche und Konferenzraum. https://www.coworking.de/

Die Vorteile für Dich als Neugründer liegen auf der Hand:

  • Beim Coworking sind die Kosten überschaubar (für 250 EUR monatlich) hast du schon meist einen voll ausgestatteten Arbeitsplatz zur Verfügung.
  • Du kannst mitunter selbst entscheiden, ob die komplett ausgestattete Räume mieten möchtest oder alles selbst mitbringen willst. Die Kosten sind variabel – je nach Stadt, Ausstattung und Mietdauer.
  • Mietdauer: Du bist sehr flexibel, kannst tage-, wochen- oder monatsweise mieten.
  • In vielen Regionen gibt es inzwischen Coworking-Angebote. Die Qualität kann aber unter dem Standard der Gründerzentren liegen.
  • Spezielle (Zusatz-)Angebote (Filmstudio, Kinderbetreuung) machen das Coworking noch attraktiver.
  • Networking nicht garantiert: Nur weil man im gleichen Raum/ Gebäude arbeitet, heißt das nicht, dass die Leute dort auf Dich gewartet haben. Wer Networken möchte, muss schon selbst die Initiative ergreifen – und sollte entsprechende Veranstaltungen besuchen.
  • Durch die recht hohe Fluktuation können sich mitunter nur schwer dauerhaften Kontakte ergeben. Aber das kann auch ein Vorteil sein: Du triffst evtl. viele neue Leute in kurzer Zeit. Manchmal ergibt sich daraus ein reger Austausch. (Optimalerweise findest du sogar passende Dienstleister, Designer, Berater)
  • Einige Gründer können sich hier einfach besser konzentrieren als allein zu Haus am Schreibtisch. Durch das breite und wachsende Angebot und die flexiblen Mietdauern wirst du vermutlich immer recht schnell etwas finden.
  • Übrigens: Ein neues Konzept aus Schweden namens „home office coworking“ funktioniert nach dem Prinzip, dass du Bekannte oder Fremde in Deine Wohnung einlädst – um zusammen zu arbeiten, quasi wie in der WG-Küche.
    Die Kosten sind minimal, es kann reihum getauscht werden, Motivation und Austausch stehen hier an erster Stelle.

 

Shared Office – frei und flexibel

Beim Shared Office Modell werden ebenfalls Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, oft allerdings nur leere Räume. Du musst Dein Equipment vollständig selbst organisieren. Kannst aber alles so gestalten, wie du es magst.

 

Deine Shared Office Vorteile
–  Shared Office Angebote sind preislich oft ein Schnäppchen – allerdings muss die gesamte Ausstattung meist selbst mitgebracht und angeschlossen werden.

– Die monatliche Miete gilt es als Fixpreis zu zahlen und ist damit gut zu überschauen. Woanders kommen mitunter versteckte Kosten für Küchennutzung oder Nebenkosten dazu.

– Mietdauer:  Zeitlich befristet ist die Regel, aber du bist nicht so flexibel wie im Coworkingbereich, wo du einfach täglich wechseln kannst. Du bist also relativ festgelegt mit Deinem Mietvertrag.

– Zur Untermiete bei einem anderen Unternehmen zu sein, bedeutet natürlich auch, sich an sämtliche Regeln halten zu müssen und nur bedingt mitbestimmen zu können. Planungssicherheit nötig: Außerdem sollte man schon ziemlich genau wissen, wie mittelfristig der Platzbedarf aussieht und mit welchem Budget man kalkulieren kann.

  • Networking ist hier zweitrangig: Je nach Begebenheiten hast du dort vor Ort deine Ruhe. (Wer noch in der Konzeptionsphase ist und sich Input von außen wünscht, sollte vielleicht lieber eine der anderen Möglichkeiten nutzen.)
  • Achtung: Hippe Business Center mit besonderem Style sind auch grad im Kommen. Du zahlst aber für die chicken Designmöbel mit – ganz gleich, ob du sie nutzt.

 

Fazit

Welche Form des Arbeitsplatzes für Dich die Richtige ist, kannst du leicht herausfinden, indem Du vorab:
– Deinen Bedarf definierst
– Deinen Anspruch definierst
– Deine Kosten kalkulierst

Bevor du einen Mietvertrag – ob mittel- oder langfristig unterschriebst – überleg dir Folgendes gut: Versuche deinen Bedarf (in naher Zukunft) so gut es geht zu benennen: Welche Anzahl an Arbeitsplätzen benötigst du voraussichtlich? Welche zusätzlichen brauche ich ggf.?

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